Martina Schild überreicht Förderpreis Swiss Olympic
Im Rahmen des Gönner- und Sponsorenapéros des Skiclubs Grindelwald überreichte Martina Schild einen Förderpreis von Swiss Olympic an die zwei Jungtalente Jacqueline Jussel und Andy Mey. Anschliessend erzählten die beiden aus ihrem Leben in der Kaderschmide NLZ in Engelberg.
Jungfrau-Zeitung - 15.07.09
Am Samstag, 11. Juli 2009, fand im Hotel Wolter der Grönner- Sponsorenapéro des Skiclubs Grindelwald statt. Höhepunkt des Abends bildete die Übergabe des Förderpreises von Swiss Olympic durch Martina Schild. Als Gewinnerin des Silbermedaille an den Olympischen Spielen in Turin und Mitglied der Schweizer Skinationalmannschaft stehen Martina Schild 5000 Franken zur Verfügung, die sie nach eigenem Wunsch gezielt einsetzen darf. Martina Schild hat sich entschieden, mit diesem Betrag ihren Skiclub und die beiden besten JOler der letzten Saison zu unterstützen. So überreichte Martina Schild dem Vorstand des Clubs 3000 Franken für die JO-Förderung. Jacqueline Jussel und Andy Mey erhielten je einen Check über 1000 Franken. Im BOSV/LEKI-JO-Cup des letzten Winters belegte Jacqueline den hervorragenden 3. Gesamtplatz. Andy Mey durfte sich zum Saisonschluss sogar als Gesamtsieger feiern lassen. Der Club gratuliert den Beiden und dankte Martina Schild herzlich für ihre wertvolle Geste.
Das Leben im NLZ Für einmal stand nicht Martina Schild im Mittelpunkt des Apéros, sondern die beiden Jungen, die in ihre Fussstapfen treten wollen. Gerne erzählten sie von ihrem Leben im Nationalen Leistungszentrum (NLZ) an der Sportschule Engelberg. In Engelberg kann das Gymnasium besucht oder eine Hotelhandelsschule abgeschlossen werden. Die beiden jungen Grindelwalder entschieden sich für das Gymnasium. Gewohnt wird in zweckmässigen Einer- und Zweierzimmern. Der Stundenplan des Internates richtet sich ganz nach den Bedürfnissen der jungen Sportler. Entweder am Morgen oder am Nachmittag wird unterrichtet, die zweite Tageshälfte gehört dem Sporttraining. Die Knaben und Mädchen arbeiten in getrennten Gruppen. Jede Gruppe hat einen eigenen Trainer, der diese Trainings leitet. Die Jugendlichen lernen gezielt nach Trainingsplänen in Gruppen, aber lernen auch in Eigeninitative alleine zu trainieren. Auch während den Ferien gilt es nach solchen individuellen Plänen in Form zu bleiben. Die Schulaufgaben werden in begleiteten Lernstunden bewältigt.
Im Sommer ... Schon im Sommer beginnt das Training auf dem Schnee in Zermatt oder SaasFee. Auch in dieser Zeit darf die Schule nicht zu kurz kommen. Die SchülerInnen sind mit Laptop und Internet ausgerüstet. Über die Online-Lernplattform der Schule erhalten sie den weiteren Unterrichtsstoff, lösen Aufgaben und erhalten die Korrekturen.
... wie im Winter Im Winter wird der Schulstoff weiter reduziert. Dann stehen nur noch die Hauptfächer auf dem Programm. Dafür dauert die Schulzeit bei zur Matura ein Jahr länger als an den herkömmlichen Schulen.
Der Griff nach den FIS-Schneesternen In Zukunft wird sich der Fokus der beiden Hoffnungsträger nicht mehr auf BOSV/LEKI-JO-Cup oder nationale Vergleichsrennen richten. Im kommenden Winter bestreiten sie FIS-Rennen in der Schweiz und im nahen Ausland. Ein weiteres Ziel sind die Junioren-Schweizermeisterschaften. Und vielleicht wird bald einmal die Teilnahme an grossen Veranstaltungen möglich.
Als grossen Vorteil des NLZ Engelberg sehen beide, dass man in einer Gruppe Gleichgesinnter arbeitet und lernt. Wenn man sich gegenseitig motivieren kann, macht auch ein Konditraining Spass.
"Wer dort ist, weiss warum er dort ist. Alle haben dasselbe Ziel".
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